Bericht vom Kongress Globales Lernen, Bayreuth 2010

Fotos vom Kongress

Am 30.9. und 1.10. wurde an der Universität Bayreuth der Bildungskongress Globales Lernen in Bayern 2010 durchgeführt - in Kooperation des Lehrstuhl für Didaktik der Geographie mit der Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen, den großen Bildungsträgern der Kirchen, unserem Landesarbeitskreis Bayern - Schule für Eine Welt und anderen Mitveranstaltern (siehe www.kongress-globaleslernen.de). In drei Grundlagen-Vorträgen und etwa 30 workshops wurden für die mehr als 300 Teilnehmer aus Bayern und Thüringen Anregungen für eine Weiterentwicklung ihrer Bildungsarbeit im Hinblick auf "Globale Herausforderungen" der sich immer schneller ändernden Welt vermittelt. Die Ziele dieser pädagogischen Arbeit sollten sich ausrichten am "Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung", der im Juni 2007 von der deutschen Kultusminster-Konferenz für alle Schulen formuliert wurde."

Ein paar Eindrücke vom Bildungskongress zum Globalen Lernen in Bayreuth

Gerät Globales Lernen langsam in den Bildungsmainstream? Naja, wir wollen nicht übertreiben! Aber schön war es schon: mehr als 300 Lehrer und BildungsträgerInnen nutzten das vielseitige Bayreuther Angebot! Viele inhaltliche und methodische Anregungen standen im Raum und wurden engagiert diskutiert. Die Zusammenarbeit zwischen LehrerInnen, Lehrerbildung, Wissenschaft, Eine-Welt-Netzwerken und (kirchlichen) Organisationen erwies sich als sehr fruchtbar - und so scheint der Trend wohl unumkehrbar zu sein: die Schulen öffnen sich für die Begegnung mit anderen Kulturen und das Denken in globalen Zusammenhängen. Das ist ein großer Erfolg für das Globale Lernen.

Dass es noch an Umsetzungsmöglichkeiten für den projektbezogenen, fächerübergreifenden Unterricht im engen Korsett des Schulalltags mangelt, muss einerseits zum Nachdenken, aber vor allem zum Weitermachen anregen. Das vielfach zusätzliche und ehrenamtliche Engagement hoch motivierter PädagogInnen im Bereich des Globalen Lernens und der (friedens-)pädagogische Mehrwert dieses Ansatzes kann jedoch auch dem Kultusministerium nicht entgangen sein.

Einen Anteil am Erfolg kann sich auch der Landesarbeitskreis „Schule für Eine Welt in Bayern“ anrechnen, der unermüdlich seit 17 Jahren Lehrer vernetzt, Schulpartnerschaften und Nord-Süd-Projekte vorantreibt, Fortbildungen und Veranstaltungen zum Globalen Lernen mit gestaltet.

Heidi Meinzolt


Der LAK hat sich am Bildungskongress in Bayreuth mit einem Infostand und 3 Workshops beteiligt:

1. SLAMPOETRY ALS SCHÜLER-ÜBUNG IM UNTERRICHT mit Petra Rauschert vom Otto-von-Taube-Gymnasium und dem Slam Poeten Rayl Patzack

2. GLOBALES LERNEN IN DER NEUEN GYMNASIALEN OBERSTUFE
P- und W-Seminare in der Praxis mit Beate Pohlmann-Burak vom Max Born-Gymnasium in Germering

3. MEDIEN-EINSATZ IM GLOBALEN LERNEN, Übungen an Film- und Karikatur-Beispielen mit Ludwig Gernhardt, Schondorf.

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