Globales Lernen
Der Begriff Globales Lernen ist heute fester Bestandteil der Bildungsarbeit und ein wesentlicher Punkt in der Diskussion um aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Menschenrechte, Frieden, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und politische Partizipation bilden den Rahmen für Globales Lernen.
Globales Lernen versteht sich als ein offenes und integratives pädagogisches Konzept, das die Eine-Welt-Pädagogik, die interkulturelle Arbeit, die Umwelterziehung und Friedenserziehung verbindet. Globales Lernen ist ein umfassendes, Welt umspannendes Lernen, das in Zeiten der Globalisierung ein zunehmend wichtiger Baustein unseres lebenslangen Lernens sein wird.
Globales Lernen will im Angesicht der Globalisierung eine Orientierung für das eigene Leben geben, denn globale Prozesse beeinflussen zunehmend unser Denken und Handeln. Die Geschwindigkeit der Veränderungen, wie auch das Näherkommen „fremder“ Lebenswelten und Kulturen, die wachsende Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern von weltweiten Wirtschaftsentwicklungen überfordern viele Menschen. Jugendliche sind in besonderer Weise den Herausforderungen von Globalisierung ausgesetzt - durch zunehmende Gefährdung der künftigen Lebensgrundlagen, wachsende Armut und ungerechte Wohlstandsverteilung.
Jugendliche fühlen sich noch mehr als Erwachsene damit allein gelassen. Deshalb ist gerade die Schule dazu aufgerufen, eine Orientierung für die neuen Lebensbezüge zu geben und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Trotz der Verwendung des Begriffs Globales Lernen in der pädagogischen Diskussion ist die Umsetzung im Schulalltag in Bayern allzu oft auf Einzelinitiativen von Lehrkräften beschränkt und muss noch besser vernetzt werden. Globales Lernen muss als Querschnittsaufgabe begriffen werden, die in allen Bereichen schulischen und außerschulischen Lernens zum Tragen kommt.
Schwerpunkte des Globalen Lernens in der Schule sind:
Der Landesarbeitskreis Bayern – Schule für eine Welt e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Umsetzung des Globalen Lernens in Kooperation mit außerschulischen Partnern (den Hochschulen und anderen Bildungsträgern sowie den Nichtregierungsorganisationen) zu verstärken und zu verbessern. Damit die Qualität von Globalem Lernen gewährleistet werden kann, ist es notwendig, Lehrkräfte und MultiplikatorInnen entsprechend aus- und weiterzubilden. Auch hierzu leistet der Landesarbeitskreis Bayern - Schule für ein Welt e.V. seinen Beitrag.
Brigitte Lux-Kliesch
Beispiele erfahrener Kolleginnen aus dem LAK