Freiwillig "weltwärts"!

BMZ stellt den neuen Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst vor

Vielfältige Arbeitsmöglichkeiten für 18- bis 28-Jährige in aller Welt

Hilfsorganisationen übernehmen Entsendung und qualifizierte Betreuung

Es ist soweit: Wie angekündigt können schon ab Januar 2008 junge Menschen zwischen 18 und 28 mit dem neu geschaffenen Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst beginnen.

"Weltwärts" heißt das neue Programm. Es richtet sich an alle, die einmal selber praktische entwicklungspolitische Arbeit in Afrika, Asien oder Lateinamerika kennenlernen möchten. Ob es um den Schutz des Regenwaldes in Brasilien, um Ackerbau in Vietnam, um ein Solarenergie-Projekt in Burkina Faso oder um Gesundheits- und Schulprojekte geht - Möglichkeiten gibt es viele.

Für die Startphase sind 3.000 Plätze vorgesehen. Mittelfristig sollen es - mit finanzieller Unterstützung des BMZ - bis zu 10.000 werden.

Das Interesse an der neuen ehrenamtlichen Arbeit in Entwicklungsländern ist schon jetzt außerordentlich groß. Und Interesse haben nicht nur junge Männer, sondern gerade auch junge Frauen.

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul betonte bei der Vorstellung des Freiwilligendienstes in einer Berliner Schule den gesamtgesellschaftlichen Nutzen des Engagements für die Eine Welt: Von und mit anderen lernen, armen und benachteiligten Menschen helfen und Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung übernehmen - das sind Fähigkeiten und Erfahrungen, die in der globalisierten Welt immer wichtiger werden. Und jedem Einzelnen nützen.

Das BMZ unterstützt den neuen Freiwilligendienst mit bis zu 70 Millionen Euro jährlich. Für den Auslandeinsatz der Freiwilligen, ihre sorgfältige Vorbereitung und ihre Betreuung vor Ort erhalten die entsendenden Organisationen einen Betrag von 580 Euro pro Person und Monat. Darin enthalten ist auch ein Taschengeld für die freiwilligen Helferinnen und Helfer von 100 Euro monatlich. Dauer des Einsatzes: sechs bis 24 Monate.

Dass der Freiwilligendienst als Ersatzdienst anerkannt wird und bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) als Wartezeit zählt, ist noch ein zusätzlicher Nutzen.

Entwickelt hat das BMZ das Angebot in Abstimmung mit zahlreichen Hilfsorganisationen, kirchlichen und nicht-kirchlichen. Sie sind es auch,

die die Entsendung übernehmen und in deren Obhut die jungen Freiwilligen arbeiten. Aber auch Kommunen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, können Freiwillige entsenden.

Das Sekretariat von "weltwärts" ist untergebracht beim Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Bonn und wird als Beratungsstelle dienen. Darüber hinaus ist das BMZ nicht direkt am organisatorischen Ablauf beteiligt. Das zivilgesellschaftliche Engagement soll ganz bewusst im Mittelpunkt stehen, zum Nutzen der Menschen in Entwicklungsländern.

Quelle: www.weltwaerts.de





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